Besuch beim Bischof

In einem gemeinsamen Gespräch, in dem die Arbeit des Kolpingwerkes DV Magdeburg geschildert wurde, stellte sich der neu gewählte Diözesanvorstand bei Bischof Dr. Gerhard Feige vor. Bischof Feige betonte, dass das Kolpingwerk ihm durchaus nicht unbekannt sei, aber einen unmittelbaren Bezug habe er nicht dazu. Lediglich sein Vater sei Schuhmachermeister gewesen; von daher kenne er das Handwerk.

 

Im Vergleich zu anderen Kolping Diözesanverbänden ist der Diözesanverband Magdeburg zwar ein kleiner, aber dennoch aktiver christlicher Verband mit 37 Kolpingfamilien, die sich den gesellschaftlichen Veränderungen zu stellen haben. Innerhalb des Verbandes werden alle Aufgaben ehrenamtlich ausgeführt, so Thomas Degenhardt, Vorsitzender des Kolping DV Magdeburg.

Es tut gut, gemeinsam zu beten, in geselliger Runde zu feiern und gemeinschaftlich zu lernen und sich kulturellen Fragen zu stellen. Vorträge, Veranstaltungen und Aktionen wie die Brillenaktion „Schick deine Alte nach Afrika“ oder „Mein Schuh tut gut“ oder auch die jährliche Kolpingwallfahrt nach Sandersdorf werden gemeinschaftlich durchgeführt und kommen mitten in der Kirche und in der Gesellschaft zum Tragen. Aber auch als Vertreter
in den verschiedenen Gremien sind Kolpinger zu finden, wie z. B. in Handwerkskammern, in Gremien der Kranken- und Rentenkassen, als ehrenamtliche Arbeits- und Sozialrichter.

Somit haben Kolpingschwestern und -brüder einen nicht unbeachtlichen Anteil daran, dass Glaube in die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einfließt. Einen wichtigen Beitrag im Kolping Diözesanverband Magdeburg leistet das Kolping-Berufsbildungswerk Hettstedt (KBBW), dass benachteiligten Jugendliche beruflich ausbildet, mit dem Ziel der Eingliederung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Des Weiteren ist man
bemüht, die Entwicklung der Persönlichkeit, zu fördern, damit die Jugendlichen aktiv an dem gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Ausbildungsleiter Andreas Rosenkranz vertritt das KBBW Hettstedt im Vorstand. Diese Vernetzung des Diözesanverbandes und die Vertretung in verschiedenen Bundesgremien des Kolpingwerks Deutschland und des Kolpingwerk Region Ost sind wichtige Aufgaben des Diözesanvorstandes. Des Weiteren unterhält der Kolping-Diözesanverband Partnerschaften zu einem Krankenhaus in Benin und zu Pfarrer Kudla, der in Togo tätig ist.

Diese Aktivitäten stellen heraus, wie wichtig diese Projekte sind, die immer unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ stehen. Ausgehend von all diesen Herausforderungen versuchen Kolpinger Antworten auf Fragen der heutigen Zeit zu finden. Bischof Feige war überrascht über die Vielfältigkeit des Kolpingwerkes und forderte dazu auf, das Miteinander bei KolpingMenschen zu wahren, den Verband weiterhin zu gestalten und Ausrichtung zu geben. Mit einem Präsent aus Produkten des Kolping Bildungswerks Hettstedt bedankte sich der Vorstand des Kolpingwerks Diözesanverband Magdeburg beim Bischof für das offene Gespräch.