Faltboottour 2017

DV Magdeburg  Kolping Bootstour 2017 – auf der Saale von Porstendorf nach Bad Kösen

Einundzwanzig mutige Seebärinnen und Seebären trafen sich in den Tagen vom 15.-18. Juni an der Saale hellem Strande. In den letzten beiden Jahren haben sie einige Kilometer zurückgelegt und waren im letzten Jahr von der Unstrut in die Saale gepaddelt. Von dort aus ging es nun weiter die Saale hinab.

Am Donnerstag reisten von Nah und Fern die härtesten von der rauen See gebeizten Matrosen an. Selbst die weitesten Strecken nahmen sie auf sich. Ob aus Brühl, Coburg, Regensburg, Esperstedt, Steuden, Leipzig oder gar dem hohen Westerwald, alle trafen sich gemeinsam in Porstendorf an der schönen Saale. Kapitän René, Organisator des Ganzen, vom Kolping DV Magdeburg einte sein Gefolge unter schwarz-orangener Flagge.

Endlich angekommen, wurde sich überschwänglich begrüßt, die Zelte aufgeschlagen und ein vorzüglicher Eintopf vorbereitet. Während beim Essen um die Zelte ein Gewitter tobte, schwärmten die jungen Seeleute von ihren letzten gemeinsamen Abenteuern und freuten sich auf die Kommenden. Beim auf die Zelte prasselnden Regen, verschwanden nach und nach alle in ihre Kojen um am nächsten Tag frühzeitig in See stechen zu können.

 

 

Nun ja… „früh“ ist so eine Definitionssache. Wir wollen der werten Leserschaft ja nicht vorenthalten, dass unsere Ausflüge eher gemütlich und luxuriös von statten gehen. Im Großen und Ganzen durfte jeder ausschlafen. Allerdings gibt es immer ein paar müde Krieger, die einfach nie aufstehen würden, wenn man sie nicht weckt. Nach einem ausgiebigen Frühstück wurden die Boote vorbereitet und dann konnte es langsam losgehen. Die Flaggen wurden gehisst, der Proviant an Bord verstaut und ab ging die wilde Fahrt. Unser heutiges Ziel lautete: Camburg. Vorbei an den schönen Landschaften, mächtigen Burgen und weiten Ebenen paddelten wir den Fluss entlang. Alle mussten nach einer so langen Pause natürlich erstmal wieder in Fahrt kommen. Aber für diese Profis war das kein Problem. Das Umtragen der Boote, die Rutschpartie durch den Borstenkanal und die Pausen klappten hervorragend. Deshalb war es auch kein Wunder, dass die Mannschaft bereits am frühen Nachmittag ihr Ziel erreichte. Nun hieß es wieder alles aufladen, einkaufen und zurück zur Basis. Dort wurde herrlich gegrillt, gespielt und erzählt. Bei einer gemeinsamen Runde am Abend ließen wir den Tag noch einmal Revue passieren und verzogen uns dann wieder in die Kajüten.


Am nächsten Morgen ging es weiter. Nach dem Frühstück packten wir zusammen und die Boote wurden startklar gemacht. Es sollte da weiter gehen, wo wir am Vortag aufgehört hatten. Bei anfänglich recht kühlem Wetter wurden die Boote zu Wasser gelassen und los ging es. Nach einiger Zeit erreichte uns jedoch die Nachricht, dass eines unserer Boote auf Grund gelaufen ist. Die Saale ist an vielen Stellen sehr flach und so passierte es, dass das Boot ein kleines Leck hatte. Doch ein Rettungskommando nahte und so kam es, dass die Mannschaft bei einer ausgiebigen Mittagspause in Naumburg wieder vereint wurde und es munter weiter ging. Endlich schien auch die Sonne kraftvoll vom Himmel, sodass ein paar Nassgewordene, ob durchs paddeln, freiwilliges oder unfreiwilliges Baden wieder schnell trocknen konnten. Gestärkt vom Mittagessen waren die jungen Matrosen so motiviert, dass sie mit einer hohen Schlagzahl am Nachmittag Bad Kösen erreichten. Dort wurden sie von fleißigen Helfern mit Kaffee und Kuchen erwartet. Danach hieß es abbauen und verladen.

Am Abend wurde wieder gemeinsam gegessen und beisammen gesessen. Das Feuer und der ein oder andere Sonnenbrand wärmten die Gemüter. Es wurde wieder gezockt, sich über den Tag ausgetauscht und die gemeinsame Zeit genossen.

 

Am nächsten Morgen fand das letzte gemeinsame Frühstück statt. Danach wurden die Zelte abgerissen und alles verstaut. Eine wunderschöne Tour mit vielen schönen Erlebnissen und Momenten ging zu Ende. Der wie immer schwere Abschied nahte. Doch wir wären keine richtigen Seeleute, wenn unsere nächste Expedition nicht bereits geplant wäre. Im nächsten Jahr wird es auf die Elbe, ab durch die sächsische Schweiz gehen. Wer bereits jetzt schon den salzigen Geschmack des Meeres auf der Zunge spürt, der sollte nicht zögern sich mit unserem Kapitän in Verbindung zu setzen. Wir freuen uns immer auf neue Gesichter, die wir in unsere Gemeinschaft aufnehmen können. Allerdings ist aufgrund der Entfernung und des Organisationsaufwands eine frühzeitige Anmeldung erforderlich. Wir freuen uns auf Euch!

Treu Kolping und immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel!

Elisabeth