Faltboottour 2015

            Bootstour 2015  des Kolping   DV - Magdeburg    vom 14.-16.05.2015

Vierzehn mutige Seebären, Tümpelkröte, Wellenflitzer und co. wagten sich über die Unstrut auf zu neuen Ufern.

Bis in die Nacht vom 13. Mai bastelten unsere fleißigen Männer an den sieben Booten, damit wir am nächsten Morgen frühzeitig in See stechen konnten.

 

Wir begannen unsere Tour mit einem kleinen Gottesdienst in der St. Anna Kirche in Röblingen am See. Nach der Segnung und dem Beladen aller Autos, fuhren wir zum Einsatzort bei Artern (Schönfeld). Nachdem alles verräumt, abgeladen und aufgebaut war gönnten wir uns erstmal ein ordentliches zweites Frühstück mit lecker selbstgemachten Schnitzeln und allerhand Leckereien, die uns sorgsame Muttis mitgegeben hatten, damit wir nicht verhungern. 

Bereits an dieser Stelle wird der luxuriöse Standard auf dieser Tour deutlich. J Danach wurden die Boote eingesetzt und wir begannen unsere erste Tagestour von Artern bis zur Bottendorfer Mühle, wo wir am Abend unsere Zelte aufschlugen.

Am nächsten Morgen frühstückten wir in aller Ruhe, die Fahrer brachten die Autos zum nächsten Punkt und der Rest trug die Boote zu Wasser. Beim Vorfahren der Autos gab es leichte Verzögerungen, so dass zwei Boote mit nur einem Ruderer zurechtkommen mussten. Aber auch mit dieser Hürde nahm es die Gruppe auf, und durch den guten Zusammenhalt, waren wir nach 5km Fahrt wieder vereint. Auch am zweiten Tag wurden wieder einmal die Brötchen gesucht (das Brötchenmonster).

Dieses Mal hatten wir extra darauf geachtet und sie in einem grauen Rucksack verstaut, damit sie nicht wie beim ersten Mal in irgendeinem Auto landeten. Vergebens wurden fast alle Boote durchsucht und jeder gefragt ob er diesen Rucksack gesehen hätte, bis Kapitän René selbst Hand anlegte und uns alle mit seinem spektakulären Brötchenpfund rettete. Als dieser also stolz die Brötchen präsentierte, meldete Bootsinhaber Svenni: „Hättet ihr doch gleich gesagt, dass ihr DEN Rucksack sucht, dann hätte ich euch sagen können, dass der in meinem Boot ist. Nach dieser Stärkung ging es auf nach Nebra, wo wir unsere nächste Pause einlegten. Dabei genossen wir die Landschaft, die Tiere und die Schönheit der Natur, wie man sie nur vom Wasser aus sehen kann. In Nebra angekommen stellten wir fest, dass sich nicht mehr alle in der Lage fühlten, das Tagesziel Kirchscheidungen zu erreichen, also setzten wir Karsdorf als Endziel fest. Zwei übereifrige Schläfer, hatten so viel Enthusiasmus, dass sie sogar ein Stückchen zu weit paddelten und dann wieder gegen den Strom zurück mussten. In der Zeit baute der Rest unser kleines Lager auf und richtete das Abendessen her. Denn wir bekamen Besuch von unserem Verpflegungsteam Annett und Andrea, die uns mit Fleisch, Wassermelone und neuen Brötchen J  versorgten. Bei Gegrilltem und Lagerfeuer genossen wir das gemeinsame Beisammensitzen und feierten in Renés Geburtstag hinein.Sämtliche Gefahren nahmen wir mit Links! Ob nun Stromschnellen, oder Brückenpfeiler oder den täglichen Brötchenverlust. „Denn in der Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot.“


Am Abend gab es dann noch kräftigende Suppe und bei Spielen, Gesang und gemütlichem Beisammensein klang der Abend entspannt aus.

Am nächsten Morgen durften wir alle etwas später aufstehen und paddelten nach dem Frühstück unsere letzte Etappe bis Tröbsdorf. Dort wurden die Boote abgebaut, alles aufgeladen und es ging zurück in die Heimat.

Wir haben vielleicht nicht die weiteste Strecke zurückgelegt, aber dass was wir geschafft haben, haben wir gemeinsam erreicht und die gemeinsame Zeit genossen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei verschiedenen Leuten bedanken, ohne die diese Fahrt nicht möglich gewesen wäre.
Ein besonderer Dank gilt dem Organisator: René Misiek (der dafür sorgte, dass selbst kleine Katastrophen reibungslos abliefen)
Den fleißigen Bootsbauern: René, Sven, Fabs, Willi, Manu und Schnurti  (ohne die wir wahrscheinlich untergegangen wären)
Der Verpflegungsstation: Andrea, Annett, und Renate (die uns vorm Verhungern retteten)
und an alle, die so viel Spaß in die Gruppe gebracht haben und hatten. Es war eine sehr schöne, wenn auch kurze Auszeit vom Alltagsgeschehen, eine phantastische Gruppe und ich freue mich auf die nächste Tour, die wir da beginnen werden, wo wir aufgehört haben.

Bis dahin „Allzeit gute Fahrt und eine Hand breit Wasser unterm Kiel“!

                                                                                                         Elisabeth M.